Das Bundesamt für Umwelt hat heute einen neuen Anhang zum Wolfskonzept veröffentlicht. Demnach werden die Mittel für den Herdenschutz auch in diesem Jahr bei weitem nicht ausreichen. Der Bund gefährdet mit seinem Entscheid den bis anhin sehr wirkungsvollen Herdenschutz, der Schafe und Ziegen vor Wolfszugriffen schützt.
Dass die Mittel für den Herdenschutz nicht mehr ausreichen, ist seit mindestens einem Jahr gut bekannt. Anstatt zu handeln, eine Strategie für die Zukunft zu entwerfen und mehr Mittel zu sprechen, streiten sich die Ämter um Verantwortlichkeiten und Kompetenzen. "Dies ist wie eine Scheidung zweier Ehepartner, der auf dem Rücken der Kindes ausgetragen wird", sagt Kurt Eichenberger, Verantwortlicher für Grossraubtiere beim WWF Schweiz. "Darunter leiden die Schafhalter, die ihre Tiere schützen müssen." Der Herdenschutz in der Schweiz droht damit die Glaubwürdigkeit zu verlieren. Dies gefährdet auch die innovativen Projekte des WWF: Die Umweltorganisation bildet Hirten-Hilfen aus und hat in der Zentralschweiz eine Winterpension für Herdenschutzhunde errichtet.
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Kurt Eichenberger, Projektleiter Grossraubtiere beim WWF Schweiz,
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