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Medienmitteilung - Detail
Zürich, 21. April 2010
Über 14'000 Unterschriften gegen Heliskiing
In der Wintersportnation Schweiz herrschen grosse Vorbehalte gegenüber dem Heliskiing: Über 14'000
Personen haben die Petition «Die Schweiz braucht kein Heliskiing!» des VCS Verkehrs-Club der
Schweiz, von Mountain Wilderness, Pro Natura und des WWF Schweiz unterzeichnet. Vertreterinnen
und Vertreter der vier Organisationen haben am Dienstag im Skianzug gekleidet die Unterschriften dem
Bundesamt für Zivilluftfahrt übergeben.
Mit ihrer Petition verlangen der VCS, Mountain Wilderness, Pro Natura und der WWF Schweiz ein Verbot
des Heliskiings in der Schweiz. Gebirgslandeplätze in und am Rande von Schutzgebieten sollen
aufgehoben werden. Aktivistinnen und Aktivisten der vier Organisationen setzten am Dienstag auf dem
Waisenhausplatz in Bern ein Zeichen gegen Heliskiing. Mit Skidress und Ski ausgerüstet und von
Helikopterlärm begleitet, übergaben sie dem Bundesamt für Zivilluftfahrt ihre gesammelten 14'000
Unterschriften.

«Sämtliche Nachbarländer der Schweiz haben das Heliskiing verboten oder stark eingeschränkt», sagte
Caroline Beglinger, Leiterin Verkehrspolitik beim VCS. «Unser Land darf kein Helidorado sein.» Unnötige
Freizeitaktivitäten in den Bergen, die die Natur belasteten, müssten verboten werden. Stattdessen
würden in der Schweiz jährlich immer noch rund 15'000 touristische Flüge auf die 42 Gebirgslandeplätze
registriert. Derartige Auswüchse einer grenzenlosen Mobilität dürften nicht toleriert werden.

«Eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung geht in die Berge, um in einer einzigartigen und stillen
Landschaft Erholung zu finden», sagte Elsbeth Flüeler, Geschäftsleiterin von Mountain Wilderness. «Die
Alpen sind also weit mehr als nur ein Gegenstand für die wirtschaftliche Tätigkeit des Bergtourismus.»
Die Ruhe in den Alpen sei vielmehr ein touristischer Trumpf, den es zu bewahren gelte.

Über die Hälfte der Gebirgslandeplätze befänden sich in Gebieten, die zum Bundesinventar der
Landschaften von nationaler Bedeutung gehörten, erklärte Marcel Liner, Projektleiter Alpenschutz bei Pro
Natura. «Es macht keinen Sinn, Landschaften zu schützen und gleichzeitig menschliche Aktivitäten
zuzulassen, die die Landschaft erheblich belasten.»

Heliskiing habe in den Schweizer Alpen keinen Platz, sagte Walter Vetterli, Projektleiter Alpen beim WWF
Schweiz. Die Tierwelt leide empfindlich unter dem Fluglärm. Gleichzeitig störe dieser auch die Mehrheit
der Touristen und die Bewohner der Berggebiete. Zudem gebe es in den Schweizer Alpen eine Menge von
Alternativen für Leute, die Freeriding betreiben wollten.

Weitere Informationen:
Caroline Beglinger, Bereichsleiterin Verkehrspolitik, Tel.: 079 310 11 86
Elsbeth Flüeler, Geschäftsleiterin Mountain Wilderness, Tel.: 078 687 25 78
Roland Schuler, Mediensprecher Pro Natura, Tel.: 079 826 69 47
Walter Vetterli Projektleiter Alpen, WWF Schweiz, Tel.: 079 308 69 55
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