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Artenschutz International
Korallenfisch (Chaetodon semilarvatus) in Gruppe auf Korallen, Rotes Meer
Artenschutz international
Von den weltweit schätzungsweise 1.75 Millionen wissenschaftlich beschriebenen Arten wurden bis November 2011 knapp 62000 von der Weltnaturschutzunion IUCN (Rote Liste) auf ihre Gefährdung untersucht.

Die Ergebnisse sind ernüchternd.

Von den untersuchten Säugetieren sind 21% bedroht. Bei den Amphibien sind es rund 30% und bei den Reptilien 23%. Krebstiere sind zu 25% und Schnecken sogar zu 32% bedroht. 69% der Blütenpflanzen sind ebenfalls betroffen.

Lebensraumverlust, Jagd auf die bedrohten Tiere selber, aber auch auf ihre Beutetiere, Krankheiten, Isolation der verschiedenen Populationen und internationaler Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten bedrohen die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten. Der WWF engagiert sich in über 100 Ländern für den Erhalt dieser Artenvielfalt. Schutzgebiete, Verbindungskorridore zwischen einzelnen Schutzparks, Bekämpfung der Wilderei und der illegalen Ausbeutung sind Massnahmen des WWF zur Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Beschlagnahmte Felle
Weltweite Regeln gegen die Plünderung der Natur
Artenschutz hört nicht an der Landesgrenze auf. Denn jedes Jahr landen Millionen geschützter Tiere und Pflanzen im weltweiten Handel. Dieser Handel hat exorbitante Formen angenommen. Deshalb braucht es internationale Richtlinien zum Schutz gefährdeter Tier- und Pflanzenarten.

Um den weltweiten Handel mit bedrohten Arten kontrollieren zu können, engagiert sich der WWF bei internationalen Artenschutzkonferenzen, setzt sich für verbindliche Abkommen ein und behält deren Umsetzung im Auge. Der praktische WWF-Souvenirführer zeigt Ihnen, welche Andenken Sie bedenkenlos aus den Ferien mitbringen können, bei welchen Vorsicht geboten ist und welche Ferienandenken verboten sind.
CITES-Abkommen schützt Arten
Jedes Jahr werden weltweit Hunderte Millionen geschützter Tiere und Pflanzen gehandelt. Dies hat viele Arten an den Rand des Aussterbens gebracht. Der Handel hat ein Ausmass erreicht, das nur vom Drogenhandel übertroffen wird. Im Washingtoner Artenschutzabkommen (CITES) verpflichten sich 173 Länder zur strengen internationalen Handelskontrolle von über 30000 Tier- und Pflanzenarten und von sämtlichen daraus hergestellten Produkten. CITES kontrolliert jedoch nur den internationalen Handel. Deshalb liegt es in der Verantwortung der einzelnen Staaten, die Tiere und Pflanzen in ihren Lebensräumen durch geeignete Gesetze zu schützen und erhalten.

Für die Einfuhr erlaubter Souvenirs aus geschützten Arten brauchen Reisende eine gültige CITES-Ausfuhrbewilligung des Herkunftslandes und eine CITES-Einfuhrbewilligung des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET). Diese müssen Sie vor der Rückreise beantragen!
TRAFFIC
Geschützte Lebensräume wie Reservate und Nationalparks reichen nicht aus, um bedrohte Tiere und Pflanzen vor der Ausrottung zu bewahren. Deshalb hat der WWF zusammen mit der IUCN 1976 die gemeinsame Tochter TRAFFIC gegründet. TRAFFIC deckt illegalen Handel mit bedrohten Arten auf, bekämpft und unterbindet ihn soweit wie möglich. Heute gibt es nebst dem Hauptsitz in Cambridge (UK) weltweit 9 TRAFFIC-Regionalbüros.

Eine wichtige Tätigkeit von TRAFFIC ist das systematische Sammeln von Daten über Marktangebot und Nachfrage, über illegale Exporte, überzogene Exportbewilligungen, und so weiter. Damit kann TRAFFIC Regierungen jene Fakten vorlegen, die zur Verabschiedung oder Durchsetzung unerlässlicher Tierschutzgesetze nötig sind. Darüber hinaus veröffentlichen TRAFFIC-Teams Berichte und machen auf das Ausmass der Missstände aufmerksam. So erzeugen sie in der Öffentlichkeit den nötigen Druck für Massnahmen gegen den illegalen Handel. Zudem klären sie weltweit Touristen über die Folgen auf, die der Kauf von Souvenirs aus geschützten Tieren und Pflanzen verursacht.
ampelsystem souvenir
Am häufigsten beschlagnahmte Souvenirs
  • Elfenbein von Elefanten
  • Muscheln und Korallen (ganze Objekte oder Halsketten und Ohrringe)
  • Schalen der Fechterschnecke
  • Stiefel, Taschen, Gürtel oder Portemonnaies aus Schlangen- und Echsenhaut
  • Produkte aus Alligator- und Krokodilleder
  • Lebende Pflanzen wie Orchideen und Kakteen
  • Traditionelle chinesische Medizin, welche Tigerknochen, Bestandteile von Leoparden, Rhinozeroshorn, Bärengalle oder Moschus enthält
  • Schildkröten oder Produkte aus Schildpatt wie Schmuck, Schalen, Brillen, Haarspangen und Kämme
  • Schals aus Shahtoosh-Wolle
  • Mäntel aus Leoparden- oder Tigerfell
  • Kaviar
  • Lebende Tiere wie Papageien, Raubvögel oder Reptilien
Hier geht's zum Souvenirführer »
 
Bei welchen Souvenirs ist Vorsicht geboten?
Informieren Sie sich beim WWF Souvenir-Ratgeber!
WWF Souvenirführer
PDF 6.32 MB
Bericht: Rote Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten
PDF 202 KB
Rote Liste 2009
PDF 23 KB
Was ist CITES
PDF 44 KB
Was ist TRAFFIC
PDF 158 KB
TRAFFIC-Ratgeber Souvenirs
PDF 661 KB
Species fact sheet: Illegal and unsustainable wildlife trade
(in englischer Sprache)

PDF 904 KB


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