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Panda
Der Grosse Panda ist stark gefährdet
Grosser Panda
Wissenschaftlicher Name:
Ailuropoda melanoleuca

Lebensraum:
Lichte Laub- und Nadelwälder mit Bambus als Unterholz in einer Höhe zwischen 1500 m und 3000 m in den Bergregionen im Südwesten Chinas

Bestandsgrösse:
Geschätzte 1600 Individuen (Stand 2004).
Tendenz: abnehmend

Gefährdungsstatus:
IUCN: stark gefährdet
CITES: Anhang I
Panda
Grosser Panda:
Das Wappentier des WWF
Der Grosse Panda gehört zur Familie der Grossbären. Im Unterschied zu diesen hält der Pandabär jedoch keinen Winterschlaf. Trotz seines Raubtier-Darmtrakts ernährt sich der Grosse Panda fast ausschliesslich von Bambus (zu 99%). Nur gelegentlich stehen auch andere Pflanzen, Früchte oder kleine Säugetiere auf dem Speiseplan. Wo kein Bambus wächst, kann der Grosse Panda nicht überleben. Zwischen 12 kg und 40 kg oder bis 40% seines Körpergewichts braucht ein Pandabär am Tag, um satt zu werden. Er muss so viel fressen, da Bambus sehr nährstoffarm ist.

Ein ausgewachsener Grosser Panda wird bis zu 160 kg schwer und zwischen 1.2 m und 1.9 m gross. Die Jungen sind bei der Geburt nur hamstergross, 100 g bis 200 g schwer und völlig hilflos. Sie besitzen noch keine typische schwarz-weisse Fellzeichnung sondern sind rosa und nackt. Pandabären leben als Einzelgänger, kommunizieren aber regelmässig mittels Lauten und Duftmarken miteinander. Sie fressen meistens im Sitzen, da sie sich nicht auf die Hinterbeine aufrichten können.
Bedrohung des Grossen Pandas
Der Grosse Panda gehört zu den am meisten bedrohten Tierarten der Welt. Obwohl die chinesische Regierung die kommerzielle Abholzung der Bambuswälder 1998 verboten hat, sind der Verlust und die Zerstückelung seines Lebensraums das grösste Problem. Ursache hierfür sind und waren die zunehmende Besiedlung und die Abholzung der Bergwälder für die Gewinnung von Ackerland, Bau- und Brennholz, den Bau von Strassen- sowie Bergbau und die Errichtung von Wasserkraftwerken.

Die meisten Pandabären leben heute in letzten, schmalen Waldgürteln, die durch Äcker, Strassen und Siedlungen voneinander getrennt sind. Die Wanderung und damit auch der Austausch von Erbgut zwischen diesen „Waldinseln“ ist dadurch praktisch unmöglich. Es droht Inzucht und in der Folge steigt auch die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. Zudem droht dem Grossen Panda auf seinen „Waldinseln“ der Hungertod, wenn alle 12–120 Jahre der Bambus blüht und anschliessend abstirbt. Obwohl Pandas wegen der hohen Strafen kaum mehr direkt gejagt werden, stellt die Wilderei für sie immer noch eine Gefahr dar. Pandas treten in Fallen, die eigentlich für andere Tiere aufgestellt wurden, und verenden darin.
WWF-Engagement für den Grossen Panda
Seit der WWF 1980 als erste internationale Umweltorganisation in China seine Arbeit begonnen hat, sind bis 2005 über 50 Panda-Schutzgebiete entstanden. Das entspricht über 50% des verbleibenden Lebensraumes. Dort leben etwa 60% der Panda-Population. Trotz aller Schutzbemühungen ist das Überleben der Pandas in freier Wildbahn aber noch nicht gesichert. Die letzten Rückzugsgebiete der Pandabären werden nun durch die Schaffung so genannter grüner Korridore verbunden. Dadurch wird der Lebensraum der Pandas erweitert und die Pandas können zwischen den verschiedenen Gebieten wandern, womit der Austausch zwischen den einzelnen Beständen sichergestellt werden kann.

Der WWF arbeitet dabei eng mit der Regierung und der Verwaltung der Panda-Schutzgebiete zusammen. Er unterstützt wissenschaftliche Untersuchungen und hilft beim Park-Management und der Organisation von Anti-Wilderer-Patrouillen sowie der Ausbildung von Parkwächtern. Ausserdem führt der WWF ein Umweltsensibilisierungsprogramm duch und erarbeitet mit der lokalen Bevölkerung Möglichkeiten, wie sie den Wald nachhaltig nutzen können. So werden beispielsweise durch sanften Tourismus neue Einkommensquellen erschlossen.
 
Species fact sheet:
Giant Pandas
(in englischer Sprache)

PDF 732 KB
So hört sich ein Panda an
MP3 36 KB



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