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Nebelparder

Nebelparder
Wissenschaftlicher Name:
Neofelis nebulosa (Nebelparder) mit 3 Unterarten und Neofelis diardi (Sunda-Nebelparder)

Lebensraum:
Dichte Regenwälder, Mangroven-, Monsun- und Buschwälder, bis in einer Höhe von 3000 m. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Nordwesten Nepals ostwärts über Südostasien bis nach China.

Bestandsgrösse:
Sunda-Nebelparder: etwa 5000 bis 11000 Individuen auf Borneo und etwa 3000 bis 7000 Individuen auf Sumatra.
Nebelparder: keine genaueren Schätzungen bekannt.
Trend: abnehmend

Gefährdungsstatus:
IUCN: Nebelparder: gefährdet
CITES: Nebelparder: Anhang I

Sunda-Nebelparder: Auf Grund ihrer Neuentdeckung 2006 ist diese Art bisher weder in der Roten Liste der IUCN noch in CITES separat gelistet.
Der Nebelparder: Gut getarnter Kopfüber-Kletterer
Der Nebelparder ist eine Grosskatze Süd- und Südostasiens. Er erhielt seinen Namen aufgrund seiner markanten Fellmusterung. Die Grundfarbe variiert von ockergelb, gelbbraun bis silbergrau und ist mit helleren, schwarzumrandeten „Wolkenflecken“ gemustert. Der Nebelparder ist dadurch äusserst gut getarnt. Selbst erfahrene Forscher bekommen den nachtaktiven und äusserst menschenscheuen Nebelparder nur selten zu Gesicht. Dementsprechend weiss man sehr wenig über ihn.

Nebelparder erreichen eine Körperlänge von bis zu 90 cm und wiegen zwischen 11 und 20 kg. Sie sind vorwiegend Baumbewohner und nur selten am Boden anzutreffen. Ihre Jagd nach Affen (Nasenaffen, Gibbons oder Orang-Utans), Vögeln und Reptilien führt sie von Baum zu Baum. Der lange, buschige Schwanz dient ihnen dabei als Balancierhilfe, die starken Krallen geben Halt und die muskulösen Hinterbeine die nötige Kraft, auch 5 m breite Lücken zu überspringen. Wegen ihrer Kletterkünste – sie können an Baumstämmen kopfüber absteigen – nennen Einheimische sie auch Baumtiger. Am Boden erbeuten sie Hirsche und Wildschweine. Sie sind Einzelgänger und können bis zu 17 Jahre alt werden.
Bedrohung der Nebelparder
Trotz gesetzlicher Schutzbestimmungen wird der Nebelparder noch immer wegen seines prächtig gefärbten Fells und wegen der Knochen für die Traditionelle Chinesische Medizin stark bejagt und illegal gehandelt. In den letzten Jahren sind die Bestände der Nebelparder in allen Verbreitungsgebieten stark zurückgegangen. Keine der isolierten Populationen umfasst mehr als 1000 Individuen. Die grösste Population findet sich auf Borneo.
WWF-Engagement für den Nebelparder
Der WWF engagiert sich seit vielen Jahren gegen die Abholzung der Wälder im Lebensraum des Nebelparders und dafür, dass geltende Artenschutzgesetze strikter eingehalten werden. Zudem unterstützt der WWF vermehrt Forschungsarbeiten zur Lebensweise, Bestandsgrösse und Verbreitung des Nebelparders.
 
Factsheet Nebelparder
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