Nashorn: Ihr Horn kostet ihnen das Leben
Nashörner (
Rhinocerotidae) sind nach dem Elefanten die grössten heute auf dem Land lebenden Säugetiere. In prähistorischen Zeiten gab es viele verschiedene Arten. Heute bevölkern nur noch fünf Nashorn-Arten Savannen und Übergangszonen in Afrika sowie Wälder in Asien. Alle fünf Arten sind gefährdet. Nur wenige Nashörner können heutzutage ausserhalb von Nationalparks und Schutzgebieten überleben.
Ihr auffälligstes Merkmal - ihre Hörner - haben dem Nashorn seinen Namen gegeben. Die Hörner haben allerdings keinen knochigen Kern, sondern bestehen aus zusammengewachsenen Keratinfasern, einer Hornsubstanz. Nashörner haben einen ausserordentlich gut ausgeprägten Gehör- und Geruchssinn. Dagegen können sie mit den kleinen, seitlich am Kopf sitzenden Augen nicht sehr weit sehen.
Zum Verhängnis werden den Nashörnern ihre Hörner. Einerseits werden sie zu kunstvollen Griffen für Dolche verarbeitet. Vor allem im Jemen galten diese bis vor kurzem als Statussymbol. Andererseits verwendet die Traditionelle Chinesische Medizin Nashornpulver zur Behandlung einer Vielzahl von Leiden wie Fieber, Epilepsie, Malaria, Vergiftungen und Abszesse. Obwohl der Einsatz von Nashorn-Horn in der traditionellen asiatischen Medizin mittlerweile verboten ist, wird das Nashorn weiterhin aus diesen Gründen illegal bejagt.