Kaukasischer Leopard
Wissenschaftlicher Name:
Panthera pardus saxicolor
Lebensraum:
Leoparden sind sehr anpassungsfähig und besiedeln subalpine Wiesen, Laub- und Laubmischwälder bis hin zu ariden Gebieten mit spärlichem Wacholderwuchs. Heute findet man den Kaukasischen Leoparden nur noch in der Bergwelt des Kaukasus, in Teilen des Iran und in Turkmenistan.
Bestandsgrösse:
Etwa 40 bis 65 Individuen in der Kaukasusregion.
Der Gesamtbestand wird auf weniger als 1000 Tiere geschätzt. Davon leben etwa 600 – 800 Individuen im Iran und ca. 90 in Turkmenistan.
Trend: abnehmend
Gefährdungsstatus:
IUCN: stark gefährdet
CITES: Anhang I
Kaukasischer Leopard: Die einzige Grosskatze Europas
Ursprünglich war der Kaukasische Leopard zwischen dem Schwarzen und dem Kaspischen Meer im ganzen Kaukasus sowie im Nahen und Mittleren Osten verbreitet. Heute besiedelt er nur noch die Bergwelt des Kaukasus. Der Kaukasische Leopard ist der letzte seiner Art in Europa.
Der Kaukasische Leopard ist der grösste aller Leoparden-Unterarten. Er kann bis zu 90 kg schwer werden und hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 126 – 171 cm (Gesamtlänge: 165 – 290 cm). Die Hintergrundfarbe seines Fells ist meist etwas heller und blasser als die seiner afrikanischen Verwandten. Leoparden sind Einzelgänger, die nur zur Paarung zusammenfinden. Ihre Nahrung besteht primär aus Bezoarziegen, Mufflons, Hirschen, Rehen oder Wildschweinen.
Bedrohung des Kaukasischen Leoparden
Die Überlebenschance des Leoparden im Kaukasus ist nicht gesichert, da es nur noch wenige Leoparden gibt und der Restbestand sich auf isolierte Kleinstpopulationen aufteilt. Eine wichtige Ursache dafür ist der
Verlust seines Lebensraums durch Abholzung, Überweidung und unkontrollierte Bebauung. Daneben ist der
Mangel an natürlichen Beutetieren in vielen Gebieten ein grosses Problem, da diese auch vom Menschen stark bejagt werden. So wurde beispielsweise die Bezoarziege in Georgien ausgerottet. Wegen dem Beutetier-Rückgang kommt es in diesen Gebieten immer wieder zu Übergriffen auf Nutztiere wie Schafe. Dies erzürnt die Schafhalter und sie versuchen die Leoparden zu vertreiben oder greifen zur Flinte.