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Fischotter
Fischotter.
Hoffnungsschimmer für den Fischotter – auch in der Schweiz?
In den Siebziger Jahren verschwanden still und leise die letzten Fischotter in der Schweiz. Letzte Spuren fand man 1989 noch am Neuenburgersee. Jetzt ist der Fischotter in unserem Land ausgestorben. Einen Hoffnungsschimmer gibt es: Eine Gruppe von Wildbiologen hat sich zum Ziel gesetzt, die Rückkehr des Fischotters in die Schweiz zu fördern. In verschiedenen Gebieten in Europa konnten sich die Fischotter halten und von dort aus scheinen sie sich wieder auszubreiten. Wie der Bartgeier für die Alpen, ist der Fischotter für die Natur ein Symbol für intakte Gewässer und Lebensräume. Der WWF setzt sich mit seinem Wasserprogramm für die Revitalisierung von Fliessgewässern ein.

Zum Verhängnis wurde dem Fischotter in der Vergangenheit hauptsächlich sein grosser Appetit: Als Fischräuber wurde der Fischotter überall in Europa verfolgt. Aber auch chemische Schadstoffe in der Nahrung und die rücksichtslose Verbauung der Gewässer setzten dem Wassermarder arg zu.
Im Wasser geben sich die bis zu einem Meter langen Fischotter sehr verspielt. Einzeln oder gemeinsam zeigen sie ihre Schwimmkünste in atemberaubenden Tempo. Dabei treiben sie ihre langgestreckten, stromlinienförmigen Körper mit den Hinterbeinen durch das Wasser und benutzen den Schwanz als Steuerruder.

Ein Fischotter kann sieben bis acht Minuten lang untertauchen, wenn er einem Fisch nachstellt. Ein Fischotter lebt aber nicht ausschliesslich von Fischen, sondern verzehrt auch Wasservögel, kleine Nager, Krebstiere, Schlangen, Frösche und überwältigt sogar grössere Tiere, denn er ist ein beherzter Kämpfer.

Die Revitalisierung von Fliessgewässern kann dazu beitragen, dass sich die Fischbestände in den Schweizer Gewässern erhöhen. Denn nur fischreiche Gewässer können eine Otterpopulation ernähren. Das Beuteangebot ist die entscheidende Lebensraum-Ressource.
 
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