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Alpen

Die Alpen
Die Alpen sind das grösste und höchste Gebirge Europas, ein einzigartiges Labyrinth von Bergketten und Tälern. Sie sind rund 1200 Kilometer lang, bis zu 300 Kilometer breit und bedecken eine Fläche von 192000 km2. Acht Länder (Slowenien, Österreich, Italien, Liechtenstein, Schweiz, Deutschland, Frankreich und Monaco) haben Anteil an dieser riesigen Natur- und Kulturlandschaft im Herzen Europas.

Nur 13,7% der Fläche des Alpenraums liegen gemäss Alpenkonvention in der Schweiz (Österreich: 28%; Italien: 27%; Frankreich: 21%), doch machen sie 60% unserer Landesfläche aus (Österreich:64%; Slowenien: 33%; Italien: 17%; Frankreich: 7%). Die Alpen sind in der Schweiz für den Erhalt der Biodiversität bedeutend.

Die Alpen sind aber auch die am meisten genutzten Gebirge der Welt. Dennoch beherbergen sie die grösste biologische Vielfalt Europas.
Eine aussergewöhnliche Artenvielfalt
Eine immense Vielfalt von Lebensräumen, einzigartige Arten, wechselnde Topographie, unterschiedliche klimatische Bedingungensowie natürliche, aber auch gewaltige dynamische Prozesse wie Föhnstürme, Lawinen, Steinschläge, Überflutungen und harte Winter, machen den immensen Reichtum der Alpen aus. Die aussergewöhnliche Artenvielfalt der Ökoregion Alpen ist weltweit anerkannt.
Die Alpen, für den WWF eine prioritäre Region
Die Alpen mit ihrem natürlichen Reichtum zählen zu den wichtigsten Regionen der Welt. Für den WWF gehören sie zu den für den Erhalt der weltweiten Biodiversität vorrangigen Ökoregionen.

In den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts untersuchte der WWF die Vielfalt der Arten (Biodiversität) unseres Planeten. Dabei wurden unter den 14 Grosslebensräumen (Wälder, Weiden, Süsswasser usw.) und den acht Ökozonen unseres Planeten (Nearktis, Paläarktis, Afrotropis, Orientalis, Australis, Neotropis, Ozeanien, Antarktik), 867 Ökoregionen auf dem Land, an Küsten und Meeren identifiziert. Allein 238 dieser Ökoregionen beherbergen 90% der weltweiten Biodiversität. Dies bedeutet, dass wir die Mehrheit aller Tier- und Pflanzenarten der Erde bewahren, wenn es uns gelingt, die biologische Vielfalt in diesen 238 prioritären Ökoregionen zu schützen.
Der ökoregionale Schutz
Der ökoregionale Ansatz verfolgt den Schutz und, wo nötig, die Wiederherstellung der biologischen Artenvielfalt einer Ökoregion. Dabei gilt es, die vorhandenen Daten sorgfältig zu analysieren und allenfalls zu vervollständigen. Seine Ziele sind:
  • Schutz der in den Alpen typischen Pflanzen- und Tiergemeinschaften;
  • Erhalt der für die Biodiversität nötigen ökologischen und der sich verändernden Prozesse;
  • Erhalt der für Tiere und Pflanzen überlebensfähigen Populationen;
  • Schutz zusammenhängender Lebensräume mit genügend grosser Fläche, um sich vorhersehbaren und unvorhersehbaren Einwirkungen anpassen zu können.
Im Alpenraum sind alle sozioökonomischen Faktoren vereint, welche die Biodiversität einer Region beeinflussen: Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Raumplanung, Transporte, Tourismus, Wasserkraft, Schutz gegen Überschwemmungen usw.. Dank dem ökoregionalen Ansatz werden Kräfte und Einsätze gebündelt und die langfristigen Auswirkungen eines wissenschaftlichen Projektes auf den Erhalt der Biodiversität hin vorgängig bewertet.
 
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